Die Anreise! - eigentlich kein Problem!

"Sehr schön", "Autofahren ist hier ganz anders, als in Deutschland" oder "war schon lang, aber zuletzt echt entspannend" hören wir öfter von den Gästen, wenn wir sie nacht der Anreise fragen.

Sicher, Jämtlands Län ist nicht gerade um die Ecke. Nicht von Norddeutschland aus betrachtet und erst Recht nicht aus der Sicht eines Schweizers oder Österreichers. Aber, gemessen an den Entfernungen zu vergleichbaren „Welten“, wie Nordkanada und Alaska, ist Nordschweden gut und schnell zu erreichen. Treffenderweise geben Schweden umgangssprachlich Entfernungen nicht in einzelnen Kilometern an sondern in 10-Kilometer Schritten an, so werden aus 100 km 10 mil (1mil = 10 Kilometer), klingt irgendwie entspannter - also Hamburg - Hoting = 160 mil ;-)

Auf nach Schweden!

Fähre

Von Mitteleuropa aus ist Schweden mit dem Auto über Brücken (Große Belt Brücke, Öresundbrücke), Fähren (TT-Line, StenaLine, Scandline, Finnlines u.a.) oder einer Kombination derer zu erreichen. Die Strecke über die Große Belt Brücke ist weiter, man spart jedoch eventuell Wartezeit bei den Fähren und ist flexibler. Wir haben aber auch oft die Ruhezeit bei der/den Fährfahrt/en genossen.

Umfangreiche Informationen zu Anreise nach Schweden findet ihr im Internet, z.B. unter www.visitsweden.com. Hier gibt es auch Infos zur Anreise mit Bus oder Bahn. Abenteuerlustige und Eisenbahnbegeisterte  können zum Beispiel in einem Tag mit der Bahn von Berlin nach Östersund reisen. Ab da geht es dann weiter mit der Inlandsbanan oder einem Mietwagen.

 

Mit dem Flugzeug

Für einen kurzen Aufenthalt lohnt sich die Anreise mit dem eigenen Auto oft nicht oder man möchte einfach nich so lange fahren. Da bietet sich dann die Anreise mit dem Flugzeug an. Von Frankfurt, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg kann man gut die Reisen starten. In ungefähr zwei Stunden ist dann schon das Herz Schwedens, die Hauptstadt Stockholm erreicht. Genauer der Flughafen Arlanda, ca. 40 km nördlich von Stockholm. Von hier aus kann man weiter mit dem Mietwagen fahren oder eine Inlandsflug nach Östersund nehmen und erst dort mit dem Mietwagen weiterfahren.

 

Mit dem Auto durch Schweden

Mietwagen?

Wir empfehlen die Strecke über oder ab Stockholm. Von Stockholm oder Arlanda aus folgt ihr den Wegweisern Richtung Sundsvall um dann kurz hinter Sundsvall die Abfahrt Sollefteå zu nehmen. Ab hier beginnt der „wilde Teil Schwedens“ und ihr fahrt auf einer sehr schönen Strecke durch ein Flusstal und an viele Seen vorbei auf der 331 ins Landesinnere. Ungefähr 90 km vor Hoting biegt ihr Richtung Hoting links ab und fahrt weiter auf der 331 bis nach Backe. Für die Strecke Arlanda – Backe (530 km) sollte man etwas mehr als 6 Stunden Fahrtzeit rechnen. Die Häuser in Hoting sind nach weiteren ca. 40 km über die Landstraße 346 zu erreichen.

Ab Östersund sind alle Häuser in knapp 2 Stunden mit dem Auto zu erreichen.

Man kann auch über den Inlandsvägen (E45) anreisen. Dieser Weg ist zum Großteil nicht drei- oder vierspurig ausgebaut und man muss ein wenig mehr Zeit für die Anreise rechnen. Wer sich die Zeit nimmt, wird im Norden mit endlosen Wäldern und einer immer mehr unberührteren Natur belohnt.

 

Im Winter nach Nordschweden mit dem eigenen Auto?

Auto im Winter

Kein Problem. Auch mit normalen Winterreifen (die sollten schon noch ein gutes Profil haben) kann man auf den geräumten Straßen in Nordschweden gut fahren. Vorausgesetzt man passt seine Fahrweise den Gegebenheiten an und versucht nicht mit Einheimischen, die fahren oft mit Spikes, ein Rennen zu veranstalten. Die Straßen werden im  Jämtland und weiter nördlich nicht mit Salz enteist, sondern geräumt, die Schneedecke aufgerauht und dann teilweise mit Grys (kleine Steine) oder Sand abgestreut. Schneeketten sind normalerweise nicht erforderlich, können aber nach starkem Schneefall hilfreich sein. Besonders die Auto-Batterie sollte in einem sehr guten Zustand sein, insbesondere, wenn die Temperaturen mal wieder auf sehr eisig stehen. Dieselfahrzeuge sollte zusätzlich einmal in Nordschweden vollgetankt werden, hier gibt es besondere Zusätze. Die lassen den Diesel nicht ganz so schnell einfrieren.